Pilgerhaus Tabgha – Am Ort der Brotvermehrung

Schon als 1889 das Hospiz in Tabgha eröffnet wurde, sollte es nicht nur eine Gästeunterkunft sein.

 

Die Lazaristenpatres, denen die Leitung von Tabgha anvertraut wurde, entwickelten eine weitreichende seelsorgerische Tätigkeit: Der erste Leiter, Pfarrer Zephyrin Biever, schrieb einen arabischen Katechismus. Viele christliche Schulen in Galiläa wurden durch seinen Nachfolger, Pater Täpper, von Tabgha aus gegründet. Das Pilgerhospiz bot außerdem vielen Beduinen aus der Umgebung des Sees Gennesaret Arbeit und Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich.

 

1936 wurden in der Nähe des Hospizes die Ruinen der byzantinischen Brotvermehrungskirche mit wertvollen Mosaiken aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. entdeckt. In der 1982 wiederaufgebauten Brotvermehrungskirche, die sich wenige Minuten Fußweg vom Pilgerhaus Tabgha entfernt befindet, wollen sie den Pilger auf den Schöpfer und seine Wunder verweisen. In der Zeit nach 1948 wurde das Hospiz zu einer israelischen Jugendherberge. Zahllose junge Besucher des neuen Staates lernten durch Schlomo Ilan die Vegetation rund um den See kennen. Viele seiner Anpflanzungen, so der einzigartige Bambuswald, sind noch heute in der Anlage des Pilgerhauses zu sehen. Im Jahr 2001 sind die Altbauten des Hospizes restauriert und durch moderne Bauten ergänzt worden. Die neue Architektur will den Blick auf die Landschaft am See Gennesaret eröffnen.

 

In Tabgha wird an das Wunder der Brotvermehrung erinnert. Der Psalm 23 passt genau in diese Landschaft: Hier lädt der gute Hirt zum Ausruhen an frischen Wassern ein und lässt die Hungrigen sich lagern in grünem Gras. Die Traditionen dieses Ortes möchte das Pilgerhaus Tabgha aufnehmen.

Pilgerhaus Tabgha

am See Gennesaret

P.O.B. 444

IL-1495000 Migdal

Telefon: 00972-(0)4-6700-100

pilgerhaus-tabgha@dvhl.de

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