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Heiliges Land beiderseits des Jordans
Biblische Studienreise des Freundeskreises der Dormitio-Abtei

26.05.–06.06.2022 
Anja Sieper-Jäppelt
DVHL-Reise-Nr.: 703522

Und er zog
in die Gegend am Jordan 
und verkündete dort überall
die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden


Lk 3,3

Hinweis: Dies ist eine Gruppenreise in Kooperation mit dem Freundeskreis der Dormitio-Abtei unter Leitung von Anja Sieper-Jäppelt. Die Gruppe bietet Interessierten die Möglichkeit, sich gerne anzuschließen.

Vieles, was unsere Kultur und Religion geprägt hat, hat seine Wurzeln in der Welt des Orients. Doch diese Welt liegt für viele von uns weitgehend im Dunkel der Geschichte. Allein der Begriff „Orient“ strahlt einen geheimnisvollen Zauber aus, beflügelt Phantasien, weckt Neugier und Interesse. Gleichzeitig erscheint die Welt des Orients oft fremd und undurchschaubar. In biblischer Zeit gab es nicht die heutigen Grenzen: keinen Nationalstaat Israel und/oder Jordanien. Vielmehr ist die Gesamtheit dieses Landstrichs als ein einheitlicher Kulturraum zu begreifen, in dem sich jene Orte und Landschaften der Bibel befinden, in denen sich Gottes Offenbarung ereignet hat. Mose und seine Schar sind durch dieses Land gezogen, Propheten bis zu Johannes dem Täufer, der hier enthauptet wurde, wirkten hier. Jesus wurde hier am Jordan getauft. Und schließlich ist dieses Land auch voll von Zeugnissen der jungen Kirche, die sich über die römischen Provinzen rasch in alle Welt ausbreitete.

 

Um die Zeitenwende lebte zu beiden Seiten des Jordans das Beduinenvolk der Nabatäer. Sie waren die Herren der Wüste, die mit ihren Kamelkarawanen die Wüsten Arabiens durchzogen und somit das Handelsmonopol über die kostbarsten Güter des Orients hatten. So kamen die Nabatäer und mithin ihre Region zu unermesslichem Reichtum. Petra, die mystische, aus dem roten Felsen heraus­gehauene Stadt, zeugt noch heute von dieser Hochkultur nomadischen Ursprungs.

 

Den christlichen Pilgern ist das Heilige Land westlich des Jordans vor allem durch das Wirken Jesu bekannt. In Galiläa, rund um den See Gennesaret begann sein öffentliches Wirken; es ist die Region seiner Wunder und Gleichnisse. In Jerusalem sind wir in der Stadt, die allen drei monotheistischen Weltreligionen gleichermaßen heilig ist. Für Christen ist es die Stadt, in der sich die Passion, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu ereignete. Ebenso ist es auch die Stadt, in der am Pfingsttag die Geburtsstunde der jungen Kirche schlug.

 

Das Anliegen dieser Reise ist es, jenes Dunkel etwas aufzuhellen und Licht in Geschichte, Kultur und Religion dieser Region zu bringen. So werden wir auf ungeahnte biblische Wurzeln stoßen, die frühchristliche Vergangenheit des Landes entdecken und auch in Kontakt zu den „lebendigen Steinen“, den einheimischen arabischen Christen, kommen.