Heiliges Land jenseits des Jordan

Aus dem Orient kommt das Licht! Dennoch liegen die Geschichte und insbesondere die biblische Bedeutung des Ostjordanlandes für viele weitgehend im Dunkeln. Diese Geschichte soll ein wenig erhellt und erlebnisreich nähergebracht werden.
 
Einzigartige Landschaften und teilweise unbekannte Routen verdeutlichen nach und nach Stationen der Entwicklung des Christentums: von den Wüstenerfahrungen der Patriarchen und Propheten spannt sich der Bogen über die Zeit der Landnahme bis hin zu Johannes dem Täufer und Jesus sowie zur jungen Kirche.

Die Nabatäer haben der Region zu ungeahntem Reichtum verholfen. Petra, die mystische, aus dem roten Felsen herausgehauene Stadt, zeugt noch heute von dieser Hochkultur nomadischen Ursprungs. Wandern in der Wüste und der einzigartige Sternenhimmel dort gehören zu den einmaligen, unvergesslichen Erlebnissen, von denen jeder Reisende noch lange zehrt. Einsamkeit und Stille unberührter Wüstenregionen bieten Gelegenheit, mit Körper, Geist und Seele in die Welt der Mose- und Exodus-Traditionen und alter Beduinenkulturen einzutauchen.

Exemplarischer Reiseverlauf

1. Tag:
Linienflug von Frankfurt nach Amman. Hotelbezug für zwei Nächte.


2. Tag:
Fahrt nach Jerash. Gang über Forum und Säulenstraßen zu den Theatern, Tempeln und einigen frühchristlichen Kirchen. Weiter in den Norden des Landes nach Umm Qeis, eine der Dekapolisstädte, deren Theater, Thermen und byzantinische Kirchen uns die römische und frühchristliche Präsenz vor Augen führt. Rückkehr nach Amman.

3. Tag:
Fahrt nach Süden durch die Siedlungsgebiete jener Völker und Stämme, mit denen sich das spätere Volk Israel auseinandersetzte: Ammoniter, Moabiter und Edomiter. Auf Mukhawhir, der legendären Herodesfestung Machärus, wurde Johannes der Täufer enthauptet. Ein Abstecher nach Umm er-Rasas mit seinen herausragenden byzantinischen Mosaiken führt in die frühchristliche Vergangenheit des Landes. Über den Desert Highway gelangen wir nach Petra zur Hauptstadt des einstigen Nabatäerreiches. Hotelbezug für zwei Nächte.

4. Tag:
Ganztägige Exkursion zu Fuß im weitläufigen Areal von Petra: Wanderung durch den Siq vorbei am Khazne Firaun (Schatzhaus des Pharao) und am römischen Theater vorbei in das Zentrum der Felsenstadt Aufstieg zum Totentempel Ed-Der. Panoramablick über die Araba-Ebene und zum Dschebel Haroun. Abstieg und Besichtigung der wichtigsten Stätten im Bereich des Zentrums: Kolonnadenstraße mit Temenos und Haupttempel Qasr el-Bint, Löwen-Greifen-Tempel, byzantinische Kirche. Nach dem Abstieg bestaunen wir die im Abendlicht liegenden gewaltigen Fassaden der Gräber an der Königswand. Rückkehr aus dem archäologischen Gelände.


5. Tag:
Fahrt durch die Arava, der jordanisch-israelischen Grenze entlang nach Kerak, einst als Kir Heres die Hauptstadt der Moabiter. Besuch der gewaltigen Kreuzfahrerfestung. Weiter zum Nordende des Toten Meeres, wo wir unser Hotel für 3 Nächte beziehen.

6. Tag:
Nördlich des Toten Meeres besuchen wir die Taufstelle Jesu am Jordan bei Betanien (Joh 1,28). Zahlreiche Kirchenruinen bezeugen dort die Präsenz des Christentums in frühchristlicher Zeit. Anschließend Besuch auf dem Berg Nebo, von dem aus Mose das gelobte Land „schaute“. Fahrt nach Madeba Studium der ältesten Karten-darstellung des Heiligen Landes.

7. Tag:
Besichtigungen in Amman, den Rabbat-Ammon der Bibel: Abdullah-Moschee. Fahrt auf den Zitadellen-Hügel mit dem Besuch des dortigen Archäologischen Museums. Rückkehr zum Hotel am Toten Meer, wo wir die Pracht der Landschaft in einer idyllischen Umgebung und in einer entspannenden Atmosphäre erleben.

8. Tag: 
Fahrt zum Flughafen Amman. Rückflug nach Deutschland.

– Programmänderungen vorbehalten –

Erweiterungsbausteine (Programm)

Exkursion Wadi Rum
Das Wadi Rum war nicht nur Schauplatz der Aktionen des Lawrence von Arabien, sondern ist bis heute die Heimat der Haschemiten-Beduinen. In alttestamentlicher Zeit gehörte diese Region zum Land Midian, das die Bibel mit der Geschichte vom „brennenden Dornbusch“ (Ex 3) in Verbindung bringt. Mehrstündige Fahrt mit Jeeps in einige Seitentäler. Wanderung zu exponierten Stellen.


Wer die Faszination der Wüste besonders intensiv erleben will, hat folgende Optionen: a) Eine Übernachtung im Captains Camp in Beduinenzelten oder b) eine Übernachtung unter freiem Himmel, unter einem unglaublich schönen Sternenzelt. In beiden Fällen muss ein zusätzlicher Reisetag eingeplant werden.

Fahrt zu den Wüstenschlössern
Jordaniens Wüstenschlösser sind wunderbare Beispiele für frühislamische Kunst und Architektur. Zugleich sind sie Zeugnis einer spannenden Geschichte des Landes. Eines der Schlösser, Qsayr Amra, wurde von der UNESCO ins Welterbe aufgenommen. Die Wüstenschlösser lassen sich bequem von Amman aus in einem Tagesausflug besichtigen.

Ausflug nach Aqaba
Das als „Jordaniens Fenster zum Meer“ gelobte Aqaba, der einzige Seehafen Jordaniens, ermöglicht eine willkommene Abwechslung von der Wüste. Die Sandstrände und Korallenriffe gehören zu den ursprünglichsten im Roten Meer. Hier kann man einen entspannten Tag am Wasser mit Baden, Segeln oder Tauchen verbringen oder die Unterwasserstation und das Vogelobservatorium besuchen.

Im Gebiet des heutigen Königreiches Jordanien lebten und wirkten Personen aus dem Alten wie aus dem Neuen Testament: Abraham, Hiob, Moses, Ruth und Elija, Johannes der Täufer und auch Jesus. Orte wie der Berg Nebo oder die Taufstelle am Jordan sind wunderbar geeignet für die Feier der Heiligen Messe und andere Gottesdienste.

Land und Leute kennenzulernen ist eine Bereicherung jeder Reise.
 
Wie kein anderes Land hat Jordanien Flüchtlinge und Migranten aufgenommen: Deren Anteil beträgt in etwa 1/3 der Bevölkerung des Landes. Wir können verschiedene Arten der Begegnung ermöglichen.
 
Salvatorianerinnen in Amman
Die Salvatorianerinnen kümmern sich um christliche Migrantinnen, meist um Frauen aus Fernost, die aufgrund unrealistischer Erwartungen und falscher Versprechungen nach Jordanien kamen und dort schlimme Erfahrungen mach(t)en.
 
Waisenhaus in Salt
Behinderte und Waisen, vor allem Mädchen und Frauen, sind in der arabischen Gesellschaft weitgehend ausgegrenzt. Die Besucher erfahren, warum dies so ist und wie engagierte Menschen helfen.
 
Flüchtlingslager im Norden
Der Bürgerkrieg in Syrien hat viele Menschen heimat- und obdachlos gemacht. Mehrere hunderttausend Flüchtlinge hausen in primitiven Unterkünften in dem kleinen Nachbarland Jordanien. Gerne würden sie wieder zurückkehren, wenn sie eine Chance zum Überleben sähen …
 
Christliche Gemeinde in Madaba
Wie leben die Christen, die zur Zeit der Byzantiner eine blühende junge Kirche darstellten, heute als Minderheit in einer muslimisch geprägten Umwelt?

Reisedienst des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande
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50449 Köln
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