Auf den Spuren Jesu

Israel/Palästina ist das Gebiet der Heimat Jesu, der hier geboren wurde. Hier hat er gelebt inmitten von religiösen, sozialen und politischen Konflikten, die über die Jahrtausende hinweg das Land bis heute prägen. Es ist das Land seiner Wunder und Gleichnisse, hier verkündete er das Reich Gottes. Hier ist der Ort der Passion Jesu und seines Todes, seiner Auferstehung und Himmelfahrt. Hier offenbarte sich der Auferstandene seinen Jüngern. Auch die Geschichte der jungen Kirche hat hier ihren Anfang genommen: das Pfingstereignis und daraus folgend die Mission der Apostel, insbesondere von Petrus und Paulus, ereignete sich auf diesem Boden.

​Deswegen nennen wir dieses Land „Heiliges Land“ und bezeichnen Jerusalem als „Heilige Stadt“. In Gebet und Meditation, im Hören und Erläutern biblischer Texte und in Gottesdienstfeiern wird dieses Geschehen lebendig. Einige Einblicke in das Israel/Palästina von heute werden ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Freuen Sie sich auf eine Reise, die unvergessliche Eindrücke hinterlassen wird!

Exemplarischer Reiseverlauf

1. Tag
Linienflug nach Tel Aviv. Fahrt nach Galiläa. Hotelbezug in der Umgebung des Sees Gennesaret für 3 Nächte.

2. Tag
Spaziergang zur Kirche der Brotvermehrung in Tabgha. Anschließend gehen wir zur benachbarten Primatskapelle. Dann gelangen wir nach Kafarnaum, der „Stadt Jesu“. In den Evangelien wird Kafarnaum häufig als Ort Seiner Wunder und Gleichnisse erwähnt. Bootsfahrt über den See Gennesaret. Dann fahren wir zum Berg der Bergpredigt (Seligpreisungen).

3. Tag
Fahrt nach Nazaret, der galiläischen Heimat Jesu. Von der Gabrielskirche gehen wir durch die Basare der Stadt zur Verkündigungskirche. Dann fahren wir zum Berg Tabor, der seit frühchristlicher Tradition mit dem Berg der Verklärung in Verbindung gebracht wird. Auffahrt mit Kleinbussen und Besuch der Verklärungskirche.

4. Tag
Auf der Fahrt durch das Jordantal kommen wir zur Taufstelle Jesu am Jordan (Betanien jenseits des Jordan; Joh 1, 28). In der Nähe liegt Jericho, die Stadt, die mit den alttestamentlichen biblischen Landnahmeerzählungen ebenso verbunden ist wie mit dem Wirken Jesu (Versuchung in der Wüste; Zöllner Zachäus; Heilung des Blinden Bartimäus). Durch die Wüste Juda fahren wir hinauf nach Jerusalem. Quartierbezug für 4 Nächte.

5. Tag
Fahrt hinauf zum Ölberg; dort besuchen wir die Vaterunserkirche. Der Weg führt uns hinab zur Kapelle Dominus Flevit. Nach der christlichen Tradition ist dies die Stätte, an der Jesus über Jerusalem weinte (Lk 19, 41). Vorbei an der russisch-orthodoxen St. Maria-Magdalena-Kirche gelangen wir zum Garten Getsemani mit der Kirche der Todesangst Christi. Durch das Löwentor betreten wir die Altstadt. Über die Via Dolorosa erreichen wir die Anastasis (Grabes- und Auferstehungskirche), die den Golgota und das Heilige Grab umschließt.

6. Tag
Durch die Altstadt gehen wir zur Klagemauer (Westmauer), dem einzig verbliebenen Rest des herodianischen Tempels, den auch Jesus besuchte und den er „das Haus meines Vaters“ nannte. Dort können wir die Bar-Mitzwa-Feier junger Juden miterleben. Anschließend gehen wir zum Tempelplatz, den die Muslime Haram-esh-Sharif (Heiliger Bezirk) nennen. Hier befinden sich die al-Aqsa-Moschee und der Felsendom (nur Außenbesichtigung möglich). Wir besuchen den Betesdateich und St. Anna, eine der schönsten Kreuzfahrerkirchen des Landes. Dann gehen wir zum christlichen Zion. Hier war die Heimat der urchristlichen Gemeinde, wo Jesus das Pessach-Mahl mit seinen Jüngern feierte und die christliche Tradition das Pfingstereignis ansiedelt. Wir besuchen dort die Dormitiokirche mit ihrer Benediktinerabtei und den Abendmahlssaal.

7. Tag
Fahrt in palästinensisches Gebiet. Zunächst geht es zum Herodeion, wo Herodes der Große bestattet wurde. Dann besuchen wir die Hirtenfelder bei Bet Sahur. Anschließend fahren wir nach Betlehem, wo wir die Geburtskirche und die Geburtsgrotte besuchen.

8. Tag
Fahrt zum Flughafen Tel Aviv. Rückflug nach Deutschland.

Die Erweiterungsbausteine sind Vorschläge für jeweils einen zusätzlichen Reisetag.

Exkursion Totes Meer
Fahrt nach Masada, der Festung Herodes des Großen und später Fluchtburg jüdischer Widerstandskämpfer, die nach dem Fall Jerusalems den Römern erbitterten Widerstand leisteten. Auffahrt mit der Kabinenbahn.

In Qumran stoßen wir auf die Ruinen einer ehemaligen religiösen Gemeinschaftssiedlung, die in zeitlicher und räumlicher Nähe zu der Bewegung um Johannes den Täufer und Jesus stand. Die Schriftenfunde von Qumran sind nicht nur wegen ihres bedeutenden Alters, sondern auch wegen ihres Kontrasts zum offiziellen Jerusalemer Tempeljudentum und zu den Lehren Jesu von höchstem Interesse. Wer möchte, kann ein Bad im Toten Meer nehmen.

Exkursion nördliches Galiläa und Golan
Ausflug in den Norden. Unser Weg führt durch das Huletal zum Dan Nationalpark. In frühisraelitischer Zeit war Dan ein eigenständiges Kultzentrum mit eigenem Jahwe-Heiligtum. Weiter nach Banjas, wo aus dem Gebirgsmassiv des Hermon einer der Quellflüsse des Jordan entspringt. Cäsarea Philippi erinnert uns an das Messiasbekenntnis des Petrus (Mt.16,18). Kleine Wanderung entlang der Wasserläufe. Oberhalb von Banjas liegt die große ehemalige Festung Nimrod. Über die Golanhöhen fahren wir zurück zum See Gennesaret.

Exkursion West-Jerusalem
Fahrt zur Knesset, dem israelischen Parlament mit seiner massiven Bronze-Menora. (Außenbesichtigung). Wir besuchen Yad Vaschem, die Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust, sowie die Chagallfenster (12 Stämme Israels) in der Synagoge des Hadassah-Krankenhauses. In En Karem, der Heimat Johannes des Täufers, besuchen wir die Magnificat-Kirche und die Kirche der Heimsuchung. Ein Gang über den jüdischen Markt Mahane Yehuda und durch das orthodoxe jüdische Viertel Mea Schearim vermittelt uns einen Eindruck vom jüdischen Alltagsleben.

An den Stätten, die mit dem Wirken Jesu verbunden sind, vermitteln wir Ihnen sehr gerne Gottesdienste bzw. Eucharistiefeiern. Zeiten und Orte werden wir bestmöglich in Ihr Reiseprogramm integrieren. An den meisten dieser Stätten sind liturgische Gewänder und Messutensilien vorhanden. In unseren eigenen Einrichtungen (Pilgerhaus Tabgha, Paulus-Haus Jerusalem, Emmaus-Qubeibe) können Sie im Rahmen Ihres Aufenthaltes an den jeweiligen Freialtären oder in den Hauskapellen Gottesdienste feiern – ohne zeitliche Einschränkungen.

Der Besuch biblischer und historischen Stätten im Heiligen Lande wäre unvollkommen, wenn er nicht mit den Menschen, die dort zuhause sind, in Verbindung gebracht werden würde. So suchen wir insbesondere den Kontakt zu einheimischen Christen, die als Minderheit in einer israelisch-jüdischen und palästinensisch-muslimischen Welt leben. Sie sind die „lebendigen Steine“, deren Wurzeln auf die frühesten Anfänge des Christentums zurückgehen. Beispielhaft sind folgende Möglichkeiten genannt:

In Emmaus-Qubeibe unweit von Jerusalem und doch mitten in Palästina gelegen befinden sich ein Alten- und Pflegeheim sowie eine Krankenpflegeschule, die von Salvatorianerinnen geleitet werden. Allein schon durch die Prozedur, die Sie durchlaufen, wenn Sie vom israelischen in den palästinensischen Teil dieses Landes fahren, gewinnen Sie einen unmittelbaren Eindruck über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der hier lebenden Menschen. Die Leiterin, Schwester Hildegard, wird Ihnen anschaulich von ihrer Arbeit berichten und vermittelt Ihnen einen authentischen Eindruck über die palästinensische Gesellschaft und über die alltäglichen Bedingungen des Lebens unter der Besatzung.

In Nazaret befindet sich die Salavatorian Sisters School, an der sich über 1400 meist christliche Schüler befinden. Diese und andere christliche Schulen in Galiläa sind der Garant dafür, dass Bildung und Erziehung nach christlichen Prinzipien erfolgen. Gerade in einem Land, in dem die verschiedenen Bevölkerungs- und Religionsgruppen zu einer zunehmenden Polarisierung neigen, ist die Vermittlung von Toleranz und christlichen Grundwerten eine zukunftssichernde Angelegenheit. Für die christlichen Schulabsolventen sind überdurchschnittlich gute Bildung und Erziehung weiterhin Vorausetzung, um einen entsprechenden Zugang zu qualifizierten Jobs und zu Anerkennung in einer israelischen Gesellschaft zu finden.

Reisedienst des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande
Postfach 10 09 05
50449 Köln
Telefon: +49 (0) 221 99 50 65 50
E-Mail: reisen@dvhl.de

Emmaus Reisen
Cheruskerring 21
48147 Münster
Telefon: +49 (0)251 265 500
E-Mail: info@emmaus-reisen.de