„Der Wein erfreut des Menschen Herz“

Studienreise in den Libanon rund um Kultur, Religion und Wein

Als Volk von Seefahrern beherrschten einst die Phönizier von den Küstenstädten des Libanon aus den Welthandel mit den damaligen Weltreichen rund um das Mittelmeer. Zedernholz wurde zum Bau des Jerusalemer Tempels geliefert. Purpur aus dem Libanon kleidete die Mächtigen der Welt. Städte wie Sidon und Tyrus sind zum Inbegriff von Macht und Reichtum geworden, aber auch zum Gegenstand prophetischer Kritik. Aus Byblos stammt das erste Alphabet, dem wir heute unsere Schreibkultur verdanken. Und nicht zuletzt gab Byblos dem Buch der Bücher – der Bibel – seinen Namen.

 

„Der Wein erfreut des Menschen Herz“ Dieser Satz aus den Psalmen (104,15) zeigt, dass die Bibel durchaus ein positives Verhältnis zum Wein und zu sonstigen Lebensfreuden hat – vorausgesetzt, sie werden in Maßen und mit Verstand genossen.

 

Der antike Mensch kannte durchaus die Ambivalenz des Weines: „Wie ein Lebenswasser ist der Wein für den Menschen, wenn er ihn mäßig trinkt. Was ist das für ein Leben, wenn man keinen Wein hat, der doch von Anfang an zur Freude geschaffen wurde? Frohsinn, Wonne und Lust bringt Wein, zur rechten Zeit und genügsam getrunken. Kopfweh, Hohn und Schimpf bringt Wein, getrunken in Erregung und Zorn. Zu viel Wein ist eine Falle für den Toren, er schwächt die Kraft und schlägt viele Wunden. Beim Weingelage nörgle nicht am Nachbarn herum, verspotte ihn nicht, wenn er heiter ist. Sag zu ihm kein schmähendes Wort und streite mit ihm nicht vor den Leuten! (Sir 31,27-31). Das Hohelied vergleicht den Wein mit der Liebe: „Süßer als Wein ist deine Liebe.“ (Hld 1,2)

 

Bei der Spurensuche in der Vergangenheit werden wir auch sehr schnell in die Gegenwart vorstoßen und ein Land erleben, in dem Christen und Muslime miteinander leben und gemeinsam neue Wege in die Zukunft suchen. 

Bei dieser Kultur-Studienreise ist der Besuch von Weingütern in der Beka’a-Ebene und an den Hängen der Mittelmeerküste vorgesehen.      

Ich werde für Israel da sein

wie der Tau, damit es sprosst

wie die Lotosblüte

und seine Wurzeln schlägt

wie der Libanon.

Seine Zweige sollen sich ausbreiten, sodass seine Pracht

wie die des Ölbaums wird

und sein Duft wie der des Libanon.  Die in seinem Schatten wohnen, bauen wieder Getreide an

und sie sprossen wie der Weinstock, dessen Wein so berühmt ist

wie der Wein vom Libanon.

Hose 14,6ff

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