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Es sind da viele Wohnungen ...
Ökumenische Spurensuche in Jerusalem und Umgebung

24.11.–01.12.2022 
Rainer Zimmer-Winkel
DVHL-Reise-Nr.: 716522

1. Tag: Donnerstag, 24.11.2022, Anreise
Linienflug nach Tel Aviv. Transfer hinauf nach Jerusalem. Bezug der Zimmer im Paulus-Haus am Damaskustor direkt an der Altstadt. Abendimpuls zur Vielfalt der Kirchen in der Hl. Stadt. 


2. Tag: Freitag, 25.11.2022, Jerusalem
Fest der Hl. Katharina von Alexandrien 

Besuch der armenisch-orthodoxen Kirche in Jerusalem im armenischen Stadtviertel mit der Bibliothek und der Kathedrale des Herrenbruders St. Jakobus. Wir lernen musikalische Tradition(en) der orientalischen Kirche kennen. Nachmittags sind wir eingeladen, den Kreuz­weg der Franziskaner bei deren Prozession durch die Altstadt mitzugehen, endend am Hl. Grab in der Auferstehungskirche. 


3. Tag: Samstag, 26.11.2022, Betlehem 
Koptische Kirche: Feier der Translation der Gebeine des Hl. Johannes Chrysostomos 

Fahrt in palästinensisches Gebiet nach Betlehem. Dort nehmen wir an den Feierlichkeiten der franziskanischen ‚Custodia Terra Sancta‘ in der Katharinenkirche und in der Geburtskirche teil. Nachmittags erhalten wir einen Impuls zur palästinensischen kontextuellen Theologie im ‚Bethlehem Bible College‘ oder in der ‚Dar-al-Kalima Universität‘.


4. Tag: Sonntag, 27.11.2022, Jerusalem
Morgens feiern wir die Göttliche Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos im melkitisch-katholischen Ritus in byzantinischer Tradition. Nachmittags erfahren wir einiges über die christliche Präsenz im jüdischen Staat. Besuch von Kehila und Kennenlernen der hebräischsprachigen katholischen Gemeinde. Unser besonderes Interesse gilt dem Zeugnis des Simeon und der Prophetin Hanna nach Lukas 2.


5. Tag: Montag, 28.11.2022, Wüste
Fahrt in die Judäische Wüste. Nach Möglichkeit Besuch von Nebi Musa, der islamischen Gedenkstätte für den Propheten Mose. Weiter zur Taufstelle Jesu am Jordan, der Ort, an dem Jesus durch Johannes getauft wurde. Besuch des griechisch-orthodoxen Klosters zum Hl. Gerassimos, einem der frühen „Wüstenväter“ des 5. Jahrhunderts, der dort gelebt hat. Nach zeitlicher Möglichkeit Besichtigung des griechisch-orthodoxen Klosters Quarantal auf dem Berg der Versuchung sowie der Stadt Jericho, die mit alttestamentlichen Landnahmeerzählungen ebenso verbunden ist wie mit Jesu Wirken.


6. Tag: Dienstag, 29.11.2022, Jerusalem
75. Jahrestag des Teilungsbeschlusses der Vereinten Nationen
Griechisch-orthodoxe Kirche: Fest des Hl. Apostels und Evangelisten Matthäus 

Gang zur russisch-orthodoxen Kirche St. Maria Magdalena auf dem Ölberg und der Alexander-­Nevsky-Kirche in der Altstadt. Nachmittags widmen wir uns der lateinischen Tradition im Heiligen Land: Vom Lateinischen Patriarchat bis zur deutschen Dormitio-Abtei der Benediktiner begegnen wir katholischen Lebensweisen. 


7. Tag: Mittwoch, 30.11.2022, Jerusalem
Fest des Hl. Apostels Andreas 
Äthiopisch-orthodoxe Kirche: Fest Maria vom Berge Sion 

Teilnahme an der morgendlichen Meßfeier zum Apostelfest in lateinischer Sprache. Dann widmen wir uns der christlichen Präsenz in einer mehrheitlich muslimischen Gesellschaft und besuchen nach Möglichkeit den Haram, heiliger Platz der Muslime (al-Haram-a-Sharif) mit der al-­Aqsa-Moschee und dem Felsendom. Für Juden ist dies der Tempelberg in Erinnerung an den Tempel, in den auch Jesus hineinging und den er „das Haus meines Vaters“ nannte. Kennenlernen der äthiopisch-orthodoxen Präsenz in der Hl. Stadt, Besichtigung von deren Kathedrale in Westjerusalem. 


8. Tag: Donnerstag, 01.12.2022, Jerusalem
Kennenlernen unserer Geschwister der Reformation und von deren Zeugnis im Hl. Land. Gespräch mit einem Repräsentanten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL). Wir nehmen Abschied vom Heiligen Land und der Vielfalt seiner Kirchen, Traditionen und Religionen. Transfer zum Flughafen und Rückreise nach Deutschland.

 


Tagesstruktur

  • Morgendliche Laudes

  • Abendliche Komplet

 

In unseren morgendlichen und abendlichen Gebeten greifen wir Traditionen der Geschwister­kirchen auf.

Wir nehmen zudem nach Möglichkeit an Gebeten und Liturgien der anderen Kirchen teil. Zusätzlich zu den Begegnungen vor Ort kommen wir an einzelnen Abenden mit Repräsentant:innen der Ge­schwisterkirchen ins Gespräch. Dabei wird auch Gelegenheit sein für einen Ausblick auf den Weltgebetstag der Frauen, der 2024 wieder vom ökumenischen Komitee palästinensischer Christinnen gestaltet wird.


– Programmänderungen vorbehalten –

Ikone der Apostel Petrus (Westkirche) und Andreas (Ostkirche) © Andreas-Petrus-Werk Salzburg
Die Grabes- und Auferstehungskirche in Jerusalem © GoIsrael, Noam Chen