„Geh in das Land, das ich dir zeigen werde!“ –
15-tägige Pilgerreise ins Heilige Land

03.03.–17.03.2022
Monsignore Albert Kühlwetter
Reise-Nr.: 709022

1. Tag: Donnerstag, 03.03.2022, Anreise
Linienflug zum Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Transfer zum Kibbuz Mashabe Sade in der Wüste ­Negev. Zimmerbezug für 3 Nächte.

2. Tag: Freitag, 04.03.20222, Wüste Negev – Jerusalem
Fahrt nach Shivta, eine der bedeutenden Nabatäerstädte und Handelsniederlassung zwischen Petra und Gaza. Kirchenruinen, Taufbecken und Ornamente aus byzantinischer Zeit zeugen von der einst bedeutenden, christ­lichen Vergangenheit dieser Stadt. In Be’er Scheva bewegen wir uns auf den Spuren Abrahams. Wir besuchen den Tel Sheva mit dem „Abrahamsbrunnen“ sowie das neue „Abrahamsmuseum“.

3. Tag: Samstag, 05.03.2022, Wüste Negev
Fahrt in den Ramonkrater, dessen Geologie uns einen Einblick in die „bewegte“ erdgeschichtliche Entwicklung gibt. Besuch des geologischen Museums. In Sde Boker besuchen wir die sogenannte „Hütte“ des ersten Staatspräsidenten, David Ben Gurion, sowie dessen Grab. Wanderung durch das Wadi Avdat und Aufstieg über die Kreidefelsen zum Aussichtspunkt (wahlweise Rückkehr und Busfahrt). In Avdat treffen wir auf eine alte Nabatäerstadt, ebenfalls eine Station auf dem Karawanenweg zwischen Mittelmeer und Wüste. Nabatäische Bauten und Reste byzantinischer Kirchen zeugen von der großartigen Vergangenheit dieser Stadt.

4. Tag: Sonntag, 06.03.2022, Betlehem – Hebron – Wüste Negev
In Betlehem besuchen wir die Geburtskirche, eine der ältesten Kirchen überhaupt. Im „Tent of Nations“ erfahren wir einiges zum Thema „Land­nahme“ – aber in einem anderen Zusammenhang, als uns von den biblischen Texten vertraut ist. Weiter nach Hebron. Dort befindet sich das von Herodes dem Großen erbaute Mausoleum der Erzväter und -mütter, die Gräber der Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob und von deren Frauen. Wir erleben eine Stadt im be­­setzten Zustand. Fahrt hinauf nach Jerusalem. Zimmerbezug im Golden Walls Hotel für 5 Nächte.

5. Tag: Montag, 07.03.2022, Jerusalem
Wir besuchen die alte Davidsstadt, das Jerusalem zur Zeit der ersten Tempelperiode. Der Gang durch die archäologischen Ausgrabungen führt uns zur Gihonquelle, an der Salomo zum König gesalbt wurde. Von dort führt ein Wasserkanal zum Siloachteich. Diesen Kanal hat einst König Hiskija angesichts der assyrischen Belagerung der Stadt durch den Felsen schlagen lassen, um die Wasserversorgung der Stadt sicherzustellen. Wer will, kann diesen Kanal von der Gihonquelle bis zum Siloachteich durchwaten (Taschenlampen erforderlich). Wanderung oder wahlweise Busfahrt via Hinnomtal Richtung Sultansteiche. Anschließend Fahrt auf den Ölberg: Besuch der Eleona (Vaterunserkirche). Gang zum Fuß des Ölbergs vorbei am jüdischen Friedhof. Besuch der Gedächtnisstätte Dominus flevit und des Gartens Getsemani mit der Kirche der Nationen.

6. Tag: Dienstag, 08.03.2022, Jerusalem
Gang zur Kirche St. Anna mit der Anlage der Teiche von Betesda (Joh 5). Weiter über die Via Dolorosa zur Anastasis (Grabes- und Auferstehungskirche), die das Heilige Grab und den Golgota umschließt.

7. Tag: Mittwoch, 09.03.2022, Jerusalem
Fahrt zum Israel-Museum, in dem sich das Modell Jerusalems zur Zeit Jesu (Maßstab 1:50) sowie die originalen Qumran-Rollen im „Schrein des Buches“ befinden. Sehenswert ist auch die archäologische und ju­­daistische Abteilung. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

8. Tag: Donnerstag, 10.03.2022, Jerusalem
Durch das Damaskustor Gang zur Westmauer („Klagemauer“). Weiter zum Tempelplatz, wo einst der salomonische und dann der herodianische Tempel stand. Hier befinden sich heute der Felsendom und die al-­Aqsa-Moschee. Weiter zum christlichen Zion. Dort besuchen wir den Abendmahlssaal und die Dormitiokirche. Hier war die Heimat der urchristlichen Gemeinde, wo Jesus das Pessach-Mahl mit ­seinen Jüngern feierte und die christliche Tradition das Pfingstereignis ansiedelt. Besuch in der armenischen St.-Jakobus-Kathedrale.

9. Tag: Freitag, 11.03.2022, Wüste Juda – Berg Garizim – Nablus – Samaria – See Gennesaret
Fahrt in die Wüste Juda. Blick ins Wadi Qelt und zum Georgskloster. Anschließend über die Allon-Straße (458) in palästinensisches Gebiet zum Berg Garizim, auf dem die Samaritaner den Altar lokalisieren, der nach Dtn 27,4 und Jos 8,30 von Josua im Auftrag des Mose gebaut wurde. Hier stand der Tempel der Samariter, der im 4. Jh. v. Chr. gebaut und um 129 v. Chr. durch den Hasmonäerkönig Johannes Hyrkanos I. (135–104 v.Chr.) zerstört wurde. Der Garizim ist der Berg, der nach Joh 4,20 als Ort der JHWH-Anbetung durch die Samaritaner erwähnt wird, für die Samaritaner hat er diese Bedeutung bis heute. Weiter nach Nablus, dem alttestament­lichen Sichem. In der dortigen griechisch-orthodoxen Kirche besuchen wir den Jakobsbrunnen (Joh 4). Unweit davon entfernt liegt auf einem Hügel hoch erhaben über der Landschaft Samaria-Sebastije, einst Hauptstadt des Nordreiches Israel, wo wir die Relikte des Palastes des Königs Ahab sowie Tempelanlagen aus griechischer und römischer Zeit bewundern können. Die orthodoxe Dorfkirche von Burqin erinnert uns an das Wunder Jesu von der Heilung der 10 Aussätzigen (Lk 17,11). Sie gehört wegen ihrer einzigartigen Ikonostase zum UNESCO-Welterbe. Weiterfahrt über Jenin nach Galiläa. Bezug des Pilgerhauses Tabgha am See Gennesaret für 6 Nächte.

10. Tag: Samstag, 12.03.2022, Rund um den See Gennesaret
Besuch der Brotvermehrungskirche von Tabgha, deren Mosaike an das gleichnamige Wunder Jesu erinnern. Anschließend besuchen wir die Primatskapelle am Seeufer. Weiter nach Kafarnaum, der Stadt Jesu, wo wir die Ausgrabungen der Synagoge und des Petrushauses sehen. Fahrt nach Migdal, dem biblischen Magdala, Heimat der Maria Magdalena. Wir besuchen die Synagoge aus der Zeit Jesu mit Mosaikfußboden, umlaufenden Steinbänken und freskengeschmückten Wänden. In der vermutlich ältesten bekannten Synagoge aus der Zeit des Zweiten Tempels befindet sich ein Steinblock, der auf einer Seite eine Menora zeigt, möglicherweise die älteste Darstellung eines siebenarmigen Leuchters. Fahrt zum Berg der Bergpredigt. Dort lassen wir die Worte Jesu, die uns als „Seligpreisungen“ überliefert sind, auf uns wirken und genießen den wunderbaren Blick auf den See. Busfahrt oder wahlweise kurze Wanderung zurück zum Pilgerhaus Tabgha. 

11. Tag: Sonntag, 13.03.2022, Banjas – Golan – Berg Hermon
Fahrt durch den Hule-Park in den Norden des Landes nach Banjas, dem biblischen Cäsarea Philippi, wo einer der Quellflüsse des Jordan entspringt. Dort, im Angesicht der Tempel heidnischer Gottheiten, legte Petrus sein Messiasbekenntnis ab (Mt 16,18). Kleine Wanderung rund um die Quellflüsse und um die antike Stadt. Bei der Auffahrt in die Höhen des Golan besuchen wir die Mamelukenfestung Nimrod, die hoch über dem Jordantal thront und als Bollwerk gegen die Kreuzfahrerheere diente. Weiter über die Drusendörfer rund um den Berg Hermon. In einem dieser Dörfer machen wir eine Mittagsrast. Entlang der von UN-Truppen kontrollierten ­syrisch-israelischen Waffenstillstandslinie fahren wir über den Golan und werfen bei Quneitra einen Blick über die Grenze. Bei Katzrin genießen wir eine Weinprobe.

12. Tag: Montag, 14.03.2022, Akko – Rosh HaNiqra – Bar’am
Fahrt zur Mittelmeerküste nach Akko. In den Karawansereien und Hafenanlagen, den gewaltigen Festungsanlagen, Sälen und Gewölben treffen wir auf die Spuren der Kreuzfahrer, die hier bis zum Ende des 13. Jh. präsent waren. Weiterfahrt nach Rosh HaNiqra am Mittelmeer, unmittelbar an der libanesischen Grenze gelegen. Fahrt mit der Seilbahn hinab zum Meeresspiegel, wo die Wellen ein zauberhaftes Höhlensystem in die Kreidefelsen geformt haben. Weiter nach Obergaliläa nach Bar’am. Wir finden dort eine der schönsten und besterhaltenen Synagogen des Landes vor. Außerdem erfahren wir einiges über das Schicksal der einheimischen Christen, das mit der Geschichte dieses Dorfes verbunden ist.

13. Tag: Dienstag, 15.03.2022, Berg Karmel – Haifa – Muchraqa – Tel Megiddo 
Fahrt zum Berg Karmel. Von der Karmelhöhe aus haben wir einen wunderbaren Blick über die Bucht von Haifa und auf den Baha’i-Tempel samt schön gestalteter Parkanlage. Weiter auf die Höhe von Muchraqa. Die biblische Tradition siedelt hier den Kampf zwischen dem Propheten Elija und den Baalspriestern an (1 Kg 18). Fahrt zum Tel Megiddo. Um diesen wichtigen Knotenpunkt an der Via Maris haben die Weltmächte der Antike Kriege geführt. König David eroberte die Stadt. Sein Sohn Salomo baute hier einen neuen Palast und eine Zitadelle. König Ahab ließ hier die berühmten Pferdeställe errichten. 733 v. Chr. übernahmen die Assyrer die Herrschaft über die Stadt. 609 v. Chr. stemmte sich König Joschija von Juda in Megiddo gegen die Truppen des ägyptischen Pharaos Necho II., um ein gemeinsames Vorgehen Ägyptens und Assyriens gegen Babylon zu verhindern. Joschija verlor die Schlacht und auf rätselhafte Weise auch sein Leben.

14. Tag: Mittwoch, 16.03.2022, Nazaret – Berg Tabor
Fahrt nach Nazaret. Von der orthodoxen Gabrielskirche mit dem Marienbrunnen spazieren wir durch die Altstadt zur Verkündigungsbasilika mit der Josefskirche. Anschließend Besuch der Salvatorian Sisters School; dort wird uns Schwester Klara über Herausforderungen und Probleme einer christlichen Privatschule berichten. Fahrt zum Berg Tabor, der in der christlichen Tradition als der Berg der Verklärung gilt. Auffahrt mit Shuttle-Kleinbussen vom Busparkplatz zum Gipfelplateau zur Verklärungskirche.

15. Tag: Donnerstag, 17.03.2022, Rückreise
Abschied vom Heiligen Land. Fahrt zum Flughafen Tel Aviv und Rückflug nach Deutschland.


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